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Buchbesprechungen

 

Auf dieser Seite finden Sie Besprechungen von Reiseführern zu Bayern, Berlin, Dresden, Leipzig, Potsdam, zum Pfälzer Jakobsweg, Polen und Südfrankreich.

Hinter dem jeweiligen Link "Mehr lesen" finden Sie die vollständigen Texte im PDF-Format zum online lesen oder herunterladen.

 

Bayern

Heinrich Bauregger: Bergwanderungen in den Tegernseer und Schlierseer Bergen, S.134, 64 Farbfotos, 50 Wanderkärtchen und zwei Übersichtskarten, Bergverlag Rother GmbH München 2007, ISBN 978-3-7633-4258-7, € 11,90

In der bewährten Reihe der Rother-Wanderführer liegt nunmehr in 5. Auflage eine sehr hilfreiche Veröffentlichung vor, auf die Wanderfreunde gerne zurückgreifen, wenn sie vor den Toren von Rosenheim und Bad Tölz die Bergwelt erleben wollen. 23 der 50 Touren sind für jedermann geeignet und erfordern keine besondere Kondition und Schwindelfreiheit. Die Anforderungen der vorgeschlagenen Touren - diese sind je nach Schwierigkeitsgrad aufsteigend mit blauen, roten und schwarzen Ziffern versehen - werden ausreichend erläutert.
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Berlin

Kresse/Grigull/Engels/Nachama/Siebenhaar: Berlin für junge Leute, S.270, Herder Studienreisen Berlin GmbH, Berlin 2006, ISBN 3-9810965-0-9, Preis 4,50 €

Die Ausstattung des vorliegenden Berlinbuchs entspricht dem Preis. Schwarz-Weiß-Fotos und einige Kartenausschnitte zu den vorgestellten Touren durch die City-West und die City-Ost sowie Berlins neuer Mitte sind das, was der (junge) Leser erwarten darf. Fast die Hälfte der Veröffentlichung besteht aus einem Adressenteil mit Kurzbeschreibungen zum Shopping und zu "Kiezen" nebst "Szenen", beginnend mit Prenzlauer Berg und endend mit "sonstigen Bezirken".
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Günter Strempel / Oliver Wilking: Berlin entdecken - Der Stadtführer für Kinder mit Bildern, Rätseln und Spielen, S. 80, Nicolaische Verlagsbuchhandlung Berlin 2007, ISBN 3-89479-261-2, € 12,90

Während die Flut der Berlin-Reiseführer für erwachsene Leser wächst und wächst, ist der vorliegende für Kinder eher eine Rarität. Dabei darf nicht übersehen werden, dass Aufmachung und Themengewichtung sich wohl vor allem an Kinder zwischen 6 und 10 Jahren richten. Der mit gezeichneten Illustrationen aufgelockerte Band stellt zunächst die Stadt von oben vor, zeigt die Türme Berlins, den auf dem Alexanderplatz mit dem drehenden Restaurant und den Funkturm in Berlin-Charlottenburg. Doch auf den Namen "Langer Lulatsch", den die Berliner ihrem "Wahrzeichen" verpasst haben, gehen die Autoren erst am Ende des Reiseführers unter der Überschrift "Berliner Spitznamen" ein.
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Klaus Hammer: Friedhöfe in Berlin, S. 214, ohne Abbildungen, Jaron-Verlag, ISBN 10 3-89773-132-0, Preis 10 €

Der Autor legt dem Leser schwergewichtigen Stoff vor, wenn er Berliner Friedhöfe von der Invalidenstraße über die Chausseestraße bis zur Großgörschenstraße durchstreift. Zudem entführt er auch auf Friedhöfe außerhalb von Berlins Mitte, so auf den Jüdischen Friedhof in Berlin-Weißensee. Selbst in das bei Berlin gelegene Stahnsdorf mit dem Wilmersdorfer Waldfriedhof und dem Südwestkirchhof nimmt uns Klaus Hummel mit.
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Antonia Meiners: 100 Jahre KaDeWe, Nicolaische Verlagsbuchhandlung GmbH, S. 167, zahlreiche Abb. (schwarz-weiß und farbig), Berlin 2007, ISBN 978-3-89479-386-9. Preis 24,90 €

"Ein Kaufhaus der Extraklasse", so der Regierende Bürgermeister von Berlin in seinem Vorwort, wird 100 Jahre alt, Anlass genug auf die wechselvolle Geschichte des Kaufhauses zurückzuschauen, das sich bis heute dem Luxus verschrieben hat, nicht nur in der legendären Lebensmittelabteilung.
Der vorliegende Band besticht nicht nur durch die Fülle historischer Aufnahmen zur Kaufhausgeschichte, vornehmlich aus dem Jubiläumsbuch des KaDeWe von 1932, sondern auch durch eingestreute historische Texte, die sich durch Schriftgrad und Schriftfarbe vom Fließtext abheben und die sonst üblichen grau unterlegten Themenkästen ersetzen.
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Dorothee Hackenberg: Kreuzberg - keine Atempause: Porträts. S. 128, Bebra-Verlag Berlin 2007, ISBN 978-3-8148-0157-5, € 9,80

Wer glaubt, über Berlin sei alles geschrieben worden, was zu schreiben ist, der irrt. Die bei radioeins vom rbb tätige Autorin versucht mit ihren Porträts, sich dem Multi-Kulti-Stadtteil Kreuzberg mit all seinen Facetten zu nähern. Dabei kommen mit Annette Humpe und Klaus Zapf auch ehemalige Kreuzberger zu Wort. Ein Urgestein Kreuzbergs ist Werner Orlowsky, der als Drogist und später als Stadtrat die Höhen und Tiefen des Stadtteils miterlebt hat. Anlässlich einer Ehrung erklärte der Haudegen Orlowsky die behutsame Stadterneuerung für gescheitert, verwies auf Spekulanten und auf den Verkauf sanierter Altbauten rund um den Chamissoplatz. Nicht mehr heimisch in Kreuzberg fühlt sich der Autor und Comiczeichner Gerhard Seyfried, der die Freakadellen- und Bulletten-Welt mit ihrem Helden Zwille Kult werden ließ.
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Dresden

Volker Helas: Sempers Dresden - Die Bauten und die Schüler, Michael Sandstein Verlag, Dresden 2003, S. 88 m. zahlreichen s/w- und farbigen Abb., ISBN 3-930-383-95-4

Auf der Brühlschen Terrasse hat man dem wohl bekanntesten Baumeister Dresdens, dem in Hamburg geborenen und in Rom verstorbenen Gottfried Semper ein Denkmal gesetzt. 15 Jahre lang bestimmte dieser Architekt und Hochschullehrer das Baugeschehen im Elbflorenz. Während der Aufstände 1848/1849 war Semper Barrikadenkämpfer und musste deshalb anschließend die Stadt verlassen. Den Revoluzzer verschlug es ins Exil nach London. Dort, so der Autor, blieb aber die ungeteilte Bewunderung für die Baukunst Sempers aus.
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Leipzig

Wolfgang Hocquél: Die Leipziger Passagen - Architektur von europäischem Rang, S. 80 mit farbigen Abb., Innenklappe mit Leipzig-Karte, Sax-Verlag Beucha 2007 (3.Aufl.), ISBN 978-3-930076-90-1, € 9,50

Bereits die Einleitung zum Thema Durchgangshof und Passage ist sehr lesenswert und entführt in die Zeit der Anfänge des von Wind und Wetter unabhängigen Kaufens und Verkaufens. Der Vorläufer der heutigen Mädlerpassage entstand bereits in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts, als dort dreimal im Jahr Messen stattfanden und in 70 Kaufgewölben Waren feilgeboten wurden. Auf die erste Passage auf deutschem Boden wird einleitend ebenso eingegangen wie auf die Renaissance der Passage seit den 1980er Jahren.
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Potsdam

K. Strohmeier et al. (Hg.): Potsdamer Ge(h)schichte - Exotisches Potsdam, S. 120 mit 57 Abb. Bebra-Verlag Berlin 2007, ISBN: 978-3-86124-606-0, € 9,90

Der Untertitel der Veröffentlichung macht den Leser neugierig. Doch, was die Autoren bieten, ist auf einen Nenner gebracht, lediglich ein neu zusammengestellter Potsdam-Mix: Holländische Backsteinhäuser und ein Stadtkanal, exotische Früchtchen und Orangerien, russische Holzhäuser und Grotten zum Beispiel im Grottensaal des Neuen Palais sind einige Themen, die in dem vorliegenden Taschenbuch behandelt werden. Niederländische Baukunst finden sich im Holländischen Viertel und in Gestalt des Stadtkanals, der erst 1999 wieder freigelegt wurde, nachdem er zu DDR-Zeiten zugeschüttet worden war. Friedrich Wilhelm I. würde sich freuen, wüsste er von der Wiederherstellung. Denn dieser Monarch veranlasste 1722 die Verbreiterung und Begradigung eines bereits zuvor angelegten Kanals im Herzen Potsdams.
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Rheinland-Pfalz

Susanne Rieß-Stumm: Pfälzer Jakobsweg, S. 144 mit zahlreichen farbigen Abb. Und Kartenausschnitten, Kuntz-Verlag GmbH Gleiszellen-Gleishorbach 2007, ISBN 3-933507-03-7, € 8,90

Nunmehr liegt in der aktuellen 5. überarbeiteten Auflage dieser Wanderführer auf den Spuren des hl. Jakobs vor. Sicherlich haben die Zuwege nach Santiago de Compostela längst nicht die Publizität erreicht wie der spanische Jakobsweg. Doch sie erfreuen sich wachsender Beliebtheit. Vorgestellt werden von der Autorin im Kern die Nord- und die Südroute des Pilgerwegs, der in Speyer mit seinem Dom seinen Anfang nimmt. Zu erfahren ist außerdem Wissenswertes über den hl. Jakobus und die Pilgerreise im Zeichen der Muschel. Übersichtlich ist die Gestaltung der einzelnen Abschnitte der Beschreibungen des Pilgerwegs. Wegverlauf und Beschreibung sind dabei formal und inhaltlich von Abhandlungen zu den Sehenswürdigkeiten und Tipps für Einkehr und Übernachtung getrennt.
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Polen

M. Niedzielska/J. Szurmant: MM-City Krakau, S. 224, farbige Karten und Abb, Michael-Müller-Verlag, Erlangen 2007, ISBN 978-3-89953-353-8. 12,90 EUR

Krakau, das UNESCO-Weltkulturerbe, die Magische, die Stadt für Kunstliebhaber, für Verliebte, für Kulturfreunde sowie für Nachtschwärmer und Feinschmecker, stellt das Autorenduo mit Insiderwissen und Akribie dem Leser vor. Wie in jedem Reiseführer gibt es die Pflichtkapitel zur Stadtgeschichte sowie zur Kunst und Kultur. Dabei wird auch der Literatur und einem Autor wie Stanislaw Lem die notwendige Aufmerksamkeit zuteil. Ernste und Unterhaltungsmusik wird vorgestellt, ob nun von Krzysztof Penderecki als Vertreter der zeitgenössischen ernsten Musik oder vom auch außerhalb Polens bekannten Jazztrompeter Tomasz Stanko. Sehr hilfreich ist das Kapitel "Unterwegs in Krakau", das u. a. Hinweise aufs Radfahren und auf Leihräder enthält. Tipps für das Übernachten - geordnet nach Preisklassen wie obere und mittlere Preisklasse - dienen der sinnvollen Planung des Krakau-Urlaubs.
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Südfrankreich

Iris Kürschner: Dauphiné Ost - Parc National des Ecrins - Haute-Provence - 50 ausgewählte Tal- und Höhenwanderungen, S. 160, zahlreiche farbige Abb. und Karten, Bergverlag Rother, München 2005, ISBN 3-7633-4329-2, € 12,90

Die Autorin weist im Vorwort auf den wilden, unnahbaren Charakter der facettenreichen Gebirgslandschaft der Region Dauphiné-Ost hin. Vorgestellt werden insgesamt 50 Touren, davon 15 einfache Wanderungen auf bestens markierten, breiten Wanderwegen. Darüber hinaus gibt es eine Reihe anspruchsvoller Touren, die Schwindelfreiheit und Trittsicherheit voraussetzen, wenn es z. B. über Berggrate geht. Sie sind im Buch mit roten bzw. schwarzen Zahlen markiert.
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Michelin - Der Grüne Reiseführer Provence, S. 392, zahlreiche farbige Abb. Und Stadtpläne sowie Regionalpläne, Travel House Media München 2006,ISBN 378-3-8342-8998-8, € 19,90

Mit 392 Seiten ist dieser Reiseführer ein "Schwergewicht" - und doch sind nicht alle Regionen der Provence in ihm zu finden. Die Region Alpes de Haute-Provence ist in der vorliegenden Veröffentlichung ein blinder Fleck.
Charakteristisch für die Reiseführerreihe ist die Bewertung von Sehenswürdigkeiten, die wie Marseille auf der Karte der Innenklappe farbig markiert sind. Lila bedeutet "unbedingt besichtigen" und Blau "nicht verpassen". Derartige Festschreibungen scheinen willkürlich und vom Auge des Betrachters abhängig zu sein. Land und Leuten begegnen kann man dank der einleitenden Kapitel des Bandes. Regionale Spezialitäten wie Brandade de morue und Caladons werden vorgestellt. Auch dem Wein der Regionen wie Cassis widmet man einen Abschnitt im "Vorspann" des Reiseführers. Sehr hilfreich ist der kulinarische Sprachführer in dem esturgeon (Stör) ebenso zu finden ist wie civet (Wildragout). Selbstverständlich wird auch Kunst und Architektur der Provence behandelt und die Baukunst u. a. in Architekturskizzen vorgestellt, darunter die Kathedrale N.D. de Nazareth in Vaison-la-Romaine.
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© Redaktion Pantherpress, Hamburg 2007